Cauda-Syndrom
Synonyme: Kauda-Syndrom, Cauda-equina-Syndrom
Kurzdefinition (TLDR): Das Cauda-Syndrom ist ein neurochirurgischer Notfall durch Kompression der Nervenbündel im unteren Spinalkanal.
Ausführlich: Beim Cauda-Syndrom werden die Nervenwurzeln der Cauda equina – dem Pferdeschweif-artigen Nervenbündel unterhalb des Rückenmarks – massiv eingeklemmt, meist durch einen großen Bandscheibenvorfall. Alarmzeichen: plötzliche Reithosenanästhesie (Taubheit im Genital-/Gesäßbereich), ungewollter Abgang von Urin oder Stuhl, zunehmende Lähmung beider Beine. Jede dieser Konstellationen ist ein Notfall und erfordert die sofortige Vorstellung in einer Klinik-Notaufnahme. Eine rasche Dekompression ist entscheidend, um bleibende Schäden zu vermeiden.
Siehe auch: → Diagnose Bandscheibenvorfall